tenor saxophone
Emma Rawicz zieht nach Berlin. Den Bachelor an der Royal Academy Of Music hat sie in der Tasche, das Debüt-Album CHROMA (2023) ist ziemlich durch die Szene gewirbelt, das Duo BIG VISIT (2025) mit Pianist Gwilym Simcock hat ihre Position als herausragende Newcomerin unterstrichen. Jetzt geht es darum, auf dem brillanten Anfang aufzubauen und neue Möglichkeiten der künstlerischen Entwicklung zu erkunden. „Im Jazz kann man nie genug wissen“, meint die Londoner Saxophonistin, die außerdem Bassklarinette, Flöte und Klavier spielt. „Es gibt immer etwas zu entdecken. Während man selbst übt, wird schon wieder so viel Neues entwickelt. Jazz ist eine nie endende Quelle der Kreativität und das wurde mir von einem Tag auf den anderen klar.“ Damals was Emma Rawicz zwölf Jahre alt. Sie lernte schon Geige und klassischen Gesang, als sie im Laufe einer Summer School ein Big-Band-Konzert erlebte. Die Kraft dieses Ensembles, vor allem aber die Bläser rissen sie mit und lenkten den Musikwunsch in eine neue Richtung. Saxofon wurde bald darauf ihr Instrument. Sie lernte im Eiltempo nicht nur die Grundlagen, sondern hatte auch den Ehrgeiz, vermeintlich verlorene Zeit aufzuholen: „Ich war erst 15, als ich richtig mit dem Saxofon anfing, und es fühlte sich spät an. Aber am Ende war es cool und hat gut funktioniert“. Emma Rawicz landete schnell in der Szene, studiert an der Royal Academy und versuchte, möglichst viel Input mitzunehmen, der ihr weitere Wege weisen konnte. Dazu gehört auch das Sextett, mit dem sie nun INKYRA aufgenommen hat (VÖ Nov 2025).
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