Lucia Cadotsch – voice, synths // Lucy Liebe – guitar, synth, voice // Eva Swiderski – synth, voice
Ein schillernder Hybrid > ein elektroakustisches Studioalbum mit einem 13-köpfigen Streicherensemble, zahlreichen Mitwirkenden aus der florierenden Berliner Musikszene und Lucia Cadotschs unverwechselbarem Vocal Style. Das gibt es zu hören auf dem Album > Does it make you love your life? - gemastert von the one and only Kurt Rosenwinkel. Irgendwo in der Ferne formen sich kleine Rinnsale zu Flüssen, Musik wie im Märchen – flächig, rückwärts, verwaschen elektroakustisch. Der Beat setzt ein, klar und trocken nach vorne gemischt wie in einem Madlib-Track. Lucia Cadotsch singt mit entwaffnender Klarheit: “I am not the one to fight your war.” Hier vereinen sich schon die großen Stärken dieses Projekts > schier endlose Musikalität, ein unverwechselbarer Vibe und eine Sängerin, die schlafwandlerisch sicher zwischen großer Bühne und Tagebuch pendelt. Die Songs malen eindrucksvolle Szenerien, ein Teppich wird ausgerollt mit Flächen und Arpeggi über die dann Lucia Cadotsch mit einem schwarzen Oversize-Blazer steigt, eckig tanzend wie eine weltmüde Version von David Byrne aus „stop making sense“ und Statements in den Bühnenhimmel ruft, oder eben die Frage stellt > Does it make you love your life? (Ja, tut es,) und das Schöne ist > Hier ist Raum für alles, Euphorie, Melancholie, Polyrhythmik, Synthesizer-Soli, die nicht nach Jazz-Kür, sondern wie Übungen in Freiheit klingen. Apropos tanzen > eine Reihe an Musikvideos ist in Zusammenarbeit mit der Meisterin des Post-Post-Modern-Dance Meg Stuart entstanden. Hier wurde menschliche Energie mit allen Kanten und Hakenschlägen, inklusive kreativer Verspieler und Vier-Uhr-Morgens-Ideen in Musik umgewandelt, die unabhängig und groß ist, aber an allen Enden mit der Welt zusammenhängt. Musik, die ihre ersten Kindheitserinnerungen mit Jazz verbindet, aber weiß, dass Genres fluid sind wie Gender. Live holt Lucia Cadotsch diese elektroakustische Klangwelt in ganz neuer Besetzung auf die Bühne. An ihrer Seite stehen die beiden Ausnahme-Multiinstrumentalistinnen und Sängerinnen Lucy Liebe und Eva Swiderski. Mit dreistimmigem Gesang, Synthesizern und akustischen Farben erschaffen die drei eine ganz eigene Musik. Intim und groß zugleich, poetisch und hypnotisch.
So mutig, so vielschichtig, so offen klingt dieses Album - wie die Party nach allen Partys, wie die letzte Tür im letzten Raum, die endlich ins Freie führt.
For me this is a total masterpiece. One that becomes the soundtrack of your life. It’s full of details, full of life, full of soul, amazing arrangements and deep singing.
I’m kind of addicted to this one right now. It scratches an itch for something I’ve been wanting to hear for a long time but wouldn’t have known how to name… I love it. I’ve been listening to this while walking around various cities on tour. There’s something broken-hearted but also uplifting in it.